Die ehrlichsten Antworten, die wir geben können.
Wer zum ersten Mal über einen Wechsel der Einstreu nachdenkt, hat meistens einen konkreten Anlass. Das Pferd hustet. Die Box riecht zu schnell. Der Mist wird zu viel. Oder einfach: Irgendetwas stimmt gerade nicht, und man fragt sich, ob es auch anders geht.
Wir haben die Fragen gesammelt, die uns am häufigsten zu unseren Miscanthus Pellets erreichen, und beantworten sie so, wie wir es uns selbst wünschen würden: klar und ohne Umschweife.
Was ist Miscanthus überhaupt, und warum streut man es ein?
Miscanthus, oft Elefantengras genannt, ist ein mehrjähriges Süßgras mit außergewöhnlich stabilen Fasern. Diese Faserstruktur ist der Grund, warum das Material so viel Feuchtigkeit binden kann, bis zu 450 Prozent. Zum Vergleich: Klassisches Stroh kommt da nicht annähernd ran. Die Pellets werden entstaubt, thermisch behandelt und unter hohem Druck gepresst. Das macht sie kompakt in der Lagerung und leistungsfähig beim Einsatz.
Ich muss die Pellets wässern, bevor mein Pferd die Box betritt – wirklich?
Ja. Das Wässern gehört zum Konzept. Erst durch Wasser zerfallen die Pellets, die Fasern öffnen sich und können erst dann ihre eigentliche Arbeit beginnen. So bilden sie nach und nach eine stabile und elastische Matte. Diese Matte sorgt für guten Liegekomfort und eine gleichmäßige Oberfläche. Plane etwas weniger als einen Liter Wasser pro Kilogramm Pellets ein. Wie lange das Aufquellen dauert, hängt von der Außentemperatur ab: im Sommer geht es schnell, im Winter etwas länger. Dein Pferd sollte erst in die Box, wenn die Pellets vollständig aufgequollen sind.
Mein Pferd ist staubempfindlich. Hilft das?
Feinstaub in der Einstreu ist einer der häufigsten Auslöser für Atemwegsprobleme im Stall. Unsere Miscanthus Pellets werden gezielt entstaubt, das ist ein Qualitätsmerkmal, das wir bewusst einhalten. Viele Pferdehalter berichten, dass sich die Stallluft spürbar verändert, wenn sie auf staubarme Einstreu umsteigen.
Wie viel brauche ich für meine Box?
Als Orientierung: Für eine 16-m²-Box empfehlen wir eine aufgequollene Einstreuhöhe von 8 bis 12 cm. Das entspricht etwa 10 bis 16 Säcken à 15 kg für die Grundeinstreu. Danach wird nur noch punktuell nachgestreut, wo es nötig ist. Zu nasse Stellen lassen sich oft einfach verteilen und trocknen in der Matte ab.
Was, wenn mein Pferd die Pellets frisst?
Das kommt vor, meistens einmalig aus Neugier. Durch die Verarbeitung, den neutralen Geruch und natürliche Bitterstoffe erkennen Pferde die Pellets in der Regel schnell als Einstreu. Die meisten verlieren das Interesse innerhalb von Minuten da Miscanthus natürliche Bitterstoffe enthält. Beim ersten Einsatz lohnt es sich trotzdem, kurz dabei zu bleiben und zu beobachten.
Und das Ausmisten?
Mit der Bollengabel geht es super einfach: Äppel raus, glatt harken und fertig. Ab und zu nasse Stellen verteilen oder punktuell herausstechen um danach etwas frisches Material darauf zu streuen. DIe Matte bleibt allerdings erhalten und sollte nicht umgegraben werden! Nur so funktioniert die Einstreu wie sie soll.
Wer aus der Langstroh-Haltung kommt, merkt schnell, dass das Mistvolumen deutlich geringer wird. Weniger Mist, weniger Entsorgungsaufwand, mehr Zeit für das, weshalb man das alles eigentlich macht. Wenn du weitere Fragen hast, schreib uns. Wir antworten.
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