Zum Inhalt springen

Kamin und Ofen winterfertig machen: Die Checkliste für die Heizsaison


Der letzte laue Abend fühlt sich noch weit weg an. Doch der erste Abend, an dem Sie nach Wärme suchen, kommt schneller als gedacht. Und der macht am meisten Freude, wenn Kamin und Ofen dann einfach funktionieren. Kein Rauch im Wohnzimmer, keine verschmutzte Tür, keine böse Überraschung beim ersten Anheizen.

Wer seinen Kamin und Ofen rechtzeitig winterfertig macht, spart sich genau diesen Ärger. Diese Checkliste führt Sie in sieben Schritten durch die Vorbereitung auf die Heizsaison. Von der Reinigung über die Sicherheitskontrolle bis zum richtig eingelagerten Brennholz. Alles, was Sie an einem ruhigen Nachmittag erledigen können.


Warum sich die Vorbereitung jetzt lohnt


Im Spätsommer und frühen Herbst haben Sie zwei Dinge, die im November fehlen: Zeit und Ruhe. Ein spröder Dichtungsgummi lässt sich in aller Gelassenheit tauschen, wenn draußen noch 15 Grad sind. Fällt der Ofen dagegen am ersten kalten Abend aus, sind Ersatzteile knapp und der Schornsteinfeger ausgebucht.

Dazu kommt der Brennstoff. Frisch geschlagenes Holz braucht viele Monate zum Trocknen. Wer erst im Winter einlagert, heizt oft mit zu feuchtem Holz. Das qualmt, verrußt die Scheibe, setzt Ruß im Schornstein an und gibt am Ende deutlich weniger Wärme ab. Eine frühe Vorbereitung ist damit auch die Grundlage für sauberes, effizientes und sicheres Heizen über die ganze Saison. Cleveres Heizen fängt mit ein paar ruhigen Handgriffen im Spätsommer an.

Die folgenden sieben Punkte arbeiten Sie sie am besten der Reihe nach ab.

1. Schornsteinfeger-Termin vereinbaren


Bevor der Kaminofen in die neue Saison startet, muss der Schornstein in einem einwandfreien Zustand sein. In Deutschland ist die regelmäßige Schornsteinfeger-Kontrolle gesetzlich vorgeschrieben. Abhängig vom Bundesland und der Feuerungsanlage ist die Kehrpflicht ein- bis zweimal jährlich fällig.

Warum das so wichtig ist:

  • Ablagerungen im Schornstein (Glanzruß) können sich entzünden und zu Schornsteinbränden führen
  • Ein verstopfter oder beschädigter Schornstein zieht schlecht, was die Verbrennungsqualität senkt und Kohlenstoffmonoxid-Austritt riskiert
  • Schäden am Mauerwerk oder den Fugen werden frühzeitig erkannt und können vor der Heizsaison repariert werden

Was beim Schornsteinfegertermin geprüft wird:

  • Kehren des Schornsteins (Entfernung von Ablagerungen)
  • Überprüfung der Abgasanlage auf Dichtigkeit
  • Sichtprüfung des Kaminzugs und der Verbindungsstücke
  • Abgasmessung bei bestimmten Feuerungsanlagen

Der Termin beim bevollmächtigten Bezirksschornsteinfeger sollte rechtzeitig vereinbart werden, am besten im Spätsommer. Im Oktober und November sind die Wartezeiten lang.

5. Rauch- und Kohlenmonoxidmelder testen


Ein Knopfdruck, der im Ernstfall zählt. Testen Sie die Rauchmelder in Wohn- und Schlafräumen und wechseln Sie schwache Batterien sofort. Melder, die älter als zehn Jahre sind, tauschen Sie am besten komplett aus, denn ihre Sensoren lassen mit der Zeit nach.

Ergänzen Sie in der Nähe der Feuerstätte einen Kohlenmonoxidmelder. Das Gas entsteht bei unvollständiger Verbrennung, ist geruchlos und deshalb tückisch. Ein Melder für wenige Euro gibt Ihnen die Sicherheit, die zum verantwortungsvollen Heizen dazugehört. Gerade zum Start der Heizsaison ist das ein Punkt, den man nicht verschieben sollte, weil hier Ihre Gesundheit und die Ihrer Familie dranhängt.

2. Brennraum und Sichtscheibe reinigen


Alte Asche raus, Ruß von der Scheibe, den Brennraum einmal gründlich durchsehen. Eine saubere Scheibe zeigt Ihnen das Feuer so, wie es gemeint ist, und ein freier Brennraum sorgt für eine gleichmäßige Verbrennung.

Für die Scheibe reicht meist ein feuchtes Küchentuch, in etwas kalte Holzasche getunkt. Die Asche wirkt als mildes Schleifmittel und löst den Ruß, ohne das Glas zu zerkratzen. Aggressive Reiniger brauchen Sie dafür nicht. Prüfen Sie beim Reinigen gleich die Schamottsteine im Brennraum. Feine Haarrisse sind normal, aber gebrochene oder bröckelnde Steine sollten vor der Saison ersetzt werden, weil sie die Wärme im Feuerraum halten und die Ofenwand schützen.

3. Dichtungen an Tür und Scheibe kontrollieren


Fühlen sich die Dichtungsschnüre spröde an oder schließt die Tür nicht mehr sauber, ist jetzt der richtige Moment zum Tauschen. Ein einfacher Test: ein Blatt Papier in die geschlossene Tür klemmen. Lässt es sich ohne Widerstand herausziehen, ist die Dichtung durch.

Intakte Dichtungen sind wichtiger, als viele denken. Sie sorgen dafür, dass die Luft nur über die Regler in den Brennraum gelangt und nicht unkontrolliert durch undichte Stellen. Zieht der Ofen Falschluft, brennt das Holz zu schnell ab, die Wärmeausbeute sinkt und der Verbrauch steigt. Neue Dichtschnur gibt es passend für die meisten Modelle im Fachhandel, und der Tausch ist mit etwas hitzefestem Kleber schnell erledigt.

4. Rost, Aschekasten und Luftregler prüfen


Rost und Aschekasten sollten frei und intakt sein, damit das Feuer von unten genug Luft bekommt. Leeren Sie den Aschekasten und schauen Sie, ob der Rost gerade aufliegt und keine Durchbrände hat. Ein verzogener Rost lässt sich meist günstig ersetzen und gehört vor die Saison, nicht mitten hinein.

Bewegen Sie danach die Luftregler einmal komplett durch. Sie sollten leichtgängig laufen und spürbar einrasten. Ein klemmender oder ausgeschlagener Regler macht das Anheizen unnötig schwer und kostet Sie die Kontrolle über die Verbrennung. Wer weiß, wo Primär- und Sekundärluft sitzen, kann das Feuer sauber steuern: viel Luft zum Anheizen, weniger zum ruhigen Durchglühen.

6. Brennholz und Holzbriketts einlagern


Trocken und luftig gestapelt hält Ihr Vorrat die ganze Saison. Ein überdachter, gut belüfteter Platz ist ideal, an dem Regen nicht herankommt, aber Wind durchziehen kann. Stapeln Sie das Holz nicht direkt an die kalte Hauswand, sondern mit etwas Abstand, damit die Luft rundum zirkuliert.

Entscheidend ist die Restfeuchte. Nur gut abgelagertes Holz mit unter 20 Prozent Restfeuchte brennt sauber und gibt seine volle Wärme ab. Mit einem einfachen Holzfeuchte-Messgerät haben Sie das in Sekunden geprüft. Holzbriketts sind hier im Vorteil, weil sie werksseitig auf niedrige Restfeuchte gepresst werden und platzsparend im Trockenen lagern. Rechnen Sie Ihren Bedarf ruhig großzügig, dann müssen Sie im tiefsten Winter nicht nachkaufen, wenn die Nachfrage am höchsten ist.

7. Einmal zur Probe heizen


Zum Schluss zündet ein kurzes Feuer an einem kühlen Abend alles einmal durch. So sehen Sie, ob der Zug stimmt, die Tür sauber schließt und die Regler tun, was sie sollen, bevor es wirklich kalt wird.

Nutzen Sie die Gelegenheit für das Anheizen von oben. Dabei schichten Sie die größeren Scheite unten, das kleinere Anzündholz oben und entzünden das Feuer an der Spitze. Es brennt langsam nach unten durch, entwickelt weniger Rauch und verbrennt sauberer als beim Anzünden von unten. Riecht es beim Probelauf streng oder qualmt der Ofen, haben Sie jetzt noch Zeit, die Ursache in Ruhe zu finden. Genau dafür ist dieser letzte Schritt da.

Häufige Fehler zum Start der Heizsaison


Zwei Dinge kosten jedes Jahr Nerven. Der erste Fehler ist zu feuchtes Holz. Es raubt Wärme, verrußt die Scheibe und belastet den Schornstein mit gefährlichem Glanzruß. Der zweite ist das falsche Anheizen. Wer das Feuer unten entzündet, produziert in der Anbrennphase viel Rauch. Das Anheizen von oben löst dieses Problem und sorgt für eine sauberere Verbrennung von der ersten Minute an.

Fazit: Mit der Checkliste stressfrei in den Winter


Kamin und Ofen winterfertig zu machen ist kein großer Aufwand, wenn man es rechtzeitig angeht. Diese sieben Punkte bringen Sie in einem Nachmittag durch alles Wichtige, von der Sicherheit bis zur sauberen Verbrennung. Bleibt nur noch eins: der volle Holzstapel.

Ein gut gefüllter Vorrat jetzt ist die kürzeste Abkürzung zum ersten gemütlichen Abend. Sichern Sie sich Ihr Brennholz und Ihre Holzbriketts von HEIZFUXX® rechtzeitig für die Heizsaison.

HEIZFUXX® · EINFACH. CLEVER. HEIZEN.

Holzpellets, Holzbriketts, Brennholz, Anzündholz, Torfbriketts und Steinkohle – sackweise im Baumarkt, palettenweise online. Hier gibt es HEIZFUXX®.

Lagerfeuer im eigenen Garten: Was ist erlaubt und was nicht?