Preise pro Sack, pro Tonne, pro Raummeter, pro Liter – Brennstoffe lassen sich schlecht vergleichen, solange jeder in seiner eigenen Einheit rechnet. Die einzige Währung, die zählt, ist die Kilowattstunde Wärme. Hier ist die Umrechnung für alle gängigen Energieträger, mit Beispielrechnung für ein Einfamilienhaus.
Preise: Richtwerte Herbst 2026 für Endkunden in Deutschland, ohne Anlagen- und Wartungskosten. Regionale Unterschiede von 20 Prozent und mehr sind normal.
Der Heizwert – die Grundlage
| Energieträger | Heizwert | Typischer Preis | Kosten je kWh (Brennstoff) |
|---|---|---|---|
| Holzpellets ENplus® A1 | 4,9 kWh/kg | 300–360 €/t (lose oder Palette) | 6–7,5 ct |
| Holzbriketts | 5,0 kWh/kg | Palette ca. 350–450 €/t | 7–9 ct |
| Brennholz Buche, kammergetrocknet | ca. 4,0 kWh/kg (≈ 1.900 kWh/Raummeter) | 110–160 €/Raummeter | 6–8,5 ct |
| Erdgas | 10 kWh/m³ | 10–13 ct/kWh | 10–13 ct |
| Heizöl | 10 kWh/l | 0,95–1,15 €/l | 9,5–11,5 ct |
| Strom (Wärmepumpe, JAZ 3,5) | – | 25–30 ct/kWh Strom | 7–8,5 ct Wärme |
| Strom (Direktheizung) | – | 25–35 ct/kWh | 25–35 ct |
Der Wirkungsgrad – was davon im Raum ankommt
Kein Ofen verwandelt 100 Prozent des Brennstoffs in Raumwärme. Moderne Pelletkessel erreichen 90 bis 95 Prozent, Kaminöfen 75 bis 85 Prozent, alte Öfen deutlich weniger. Daraus ergeben sich reale Wärmekosten von etwa 7 bis 8 Cent je kWh für Pellets im Kessel, 8 bis 11 Cent für Briketts und Scheitholz im Kaminofen, 11 bis 14 Cent für Gas und Öl (Brennwertkessel) und 25 Cent aufwärts für Stromdirektheizungen.
Beispiel: Einfamilienhaus mit 20.000 kWh Wärmebedarf
- Pelletheizung: ca. 4,3 t Pellets, rund 1.400–1.600 € im Jahr.
- Gas-Brennwert: rund 2.200–2.800 € im Jahr (inklusive CO₂-Preis, der weiter steigt).
- Heizöl: ca. 2.100 l, rund 2.000–2.500 € im Jahr.
- Wärmepumpe: rund 1.500–1.800 € Strom, stark abhängig von Dämmung und Tarif.
- Kaminofen als Ergänzung: Wer 5.000 kWh über den Ofen deckt, braucht etwa 1 t Briketts oder 2,5 Raummeter Buche – 350 bis 450 € – und spart bei Gas dafür 550 bis 700 €.
Was die reine Rechnung nicht zeigt
Preisstabilität: Pellets und Holz haben seit 2010 deutlich weniger geschwankt als Öl und Gas – mit der Ausnahme 2022, als alle Energieträger explodierten. CO₂-Preis: Er trifft Gas, Öl und Kohle, nicht Holz. Eigenleistung: Wer Scheitholz selbst spaltet und lagert, kommt auf 4 Cent, bezahlt aber mit Zeit. Anlage: Ein Pelletkessel kostet mehr als ein Gaskessel, wird aber mit bis zu 80 Prozent gefördert (siehe Förderung 2026).
So sparen Sie beim Einkauf
Die Palette ist fast immer 20 bis 30 Prozent günstiger als der einzelne Sack, und Mai bis August sind die günstigsten Monate (Wann kaufen?). Achten Sie beim Vergleichen auf das Zertifikat – ein billiger Sack ohne ENplus® kann durch Feinanteil und niedrigen Heizwert am Ende teurer sein. Wo es HEIZFUXX® gibt, zeigt unsere Bezugsquellen-Seite.
Fazit
Pro Kilowattstunde Wärme liegen Pellets, Holzbriketts, Brennholz und die Wärmepumpe heute dicht beieinander – und alle deutlich unter Gas, Öl und Stromdirektheizung. Der Unterschied liegt in Komfort, Investition und Förderung. Wer Holz clever einkauft, heizt nicht nur gemütlich, sondern auch günstig.
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